Fieber natürlich senken –
die Behandlung mit Hausmitteln
Altbewährte Hausmittel erleben zurzeit ein wahres Revival. Immer mehr Menschen besinnen sich auf die milden Heilkräfte der Natur zurück, die vielfach ohne Nebenwirkungen sind.
Wadenwickel und Kräutertees sind aber kein Ersatz für eine notwendige medizinische Behandlung. Beachten Sie deshalb bitte, dass gerade bei älteren Menschen selbst leichteres Fieber nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Nehmen Sie bitte in jedem Fall frühzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch.
Wadenwickel
Bei der Anwendung von Wadenwickeln ist es besonders wichtig, dass der Fiebernde während der Behandlung nicht friert.
Was benötigen Sie dazu?
Tücher, beispielsweise ein Leinen, Moltontuch, ein Wolltuch, Wasser, eventuell Essig.
Was ist zu tun?
Tauchen Sie zwei Tücher in „zimmerwarmes“ Wasser (ca. 22 °C), wringen Sie diese gut aus und wickeln Sie sie um beide Beine des Fiebernden von den Fußknöcheln bis zur Kniekehle. Wichtig: Das Innentuch straff anlegen – nicht zu straff – damit keine Luftpolster zwischen Stoff und Haut entstehen, die die thermische Wirkung des Wickels abschwächen könnten. Der Wickel sollte nicht zu eng angelegtsein und darf keinesfalls die Atmung beeinträchtigen. Die Wirkung des Wickels hängt von seiner Temperatur, der Anwendunsdauer und dem Nässegrad ab. Je feuchter, desto intensiver ist die Wärmeabstrahlung und damit der fiebersenkende Effekt. Weitere trockene Tücher oder wasserdichte Plastikfolien darüber sind kontraproduktiv, weil sie zu einem Wärmestau führen können. Die Wickel müssen alle sieben bis zwölf Minuten erneuert werden, und zwar so lange, bis das Fieber mindestens um ein bis zwei Grad gesunken ist.
Für Wickel nach Pfarrer Kneipp tränkt man die Tücher auch noch
mit Essig – das kühlt zusätzlich.
Achtung!
Wadenwickel sind nur bei heißen Waden sinnvoll. Sollte der Fiebernde kalte Beine haben, kann das Zeichen für Kreislaufstörungen sein. In diesem Fall können Sie die Durchblutung durch Bürsten und ein Sitzbad in angenehm warmem Wasser fördern.
Wichtig! Viel trinken!
Gerade bei älteren Menschen ist es wichtig, dass Sie bei Fieber viel Flüssigkeit zu sich nehmen, um Kreislauf und Nieren in Schwung zu halten.
Kalter Kräuter- und Früchtetee mit wenig Zucker ist lindernd und energiespendend zugleich. Ebenso geeignet sind verdünnte Säfte, Obst und eventuell Joghurt. Manchmal ist aber auch heißer Tee mit Zitrone (z. B. bei Erkältungen und Grippe) angenehm.
Ergänzend oder alternativ zu diesen bewährten Hausmitteln ist häufig zur zügigen Linderung der Beschwerden eine Behandlung mit Arzneimitteln empfehlenswert. Natürlich in Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Das besonders verträgliche Schmerz- und Fiebermittel ben-u-ron
ist z. B. für viele Menschen fester Bestandteil ihrer Haus- und Reiseapotheke.
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