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Fieber natürlich senken – die Behandlung
mit Hausmitteln

 

Nicht immer müssen Medikamente verabreicht werden, um Fieber zu senken. Oftmals sind klassische Hausmittel ausreichend wirksam, und dies bei wenig oder ohne Nebenwirkungen.

 

 

 

Bitte bedenken Sie: ein verantwortungsvoller Umgang mit den Kräften der Natur ist sehr wichtig. Wadenwickel und Lindenblütentee sind kein Ersatz für eine notwendige medizinische Behandlung. Sie können den Genesungsprozess lediglich unterstützen.

Suchen Sie mit Ihrem Kind bitte sofort einen Arzt auf, wenn

  • das Hausmittel nicht wirkt
  • das Fieber mehrere Tage anhält, sich der Allgemeinzustand des
    Kindes verschlechtert oder Erbrechen hinzukommt
  • Sie nicht sicher sind, woran Ihr Kind leidet


Hinweis für Allergiker!


Bitte beachten Sie: Wenn Ihr Kind schnell zu allergischen Reaktionen neigt, sollten Sie Heilkräuter nur sparsam verwenden. Testen Sie unbedingt zuerst in geringen Mengen, ob es die Substanz verträgt.


Wadenwickel

 

Sie eignen sich bereits vom Säuglingsalter an sehr gut zur Fiebersenkung. Besonders wichtig ist es, dass das fiebernde Kind während der Behandlung nicht friert.

Sie benötigen dazu: Tücher, beispielsweise ein Leinen, Moltontuch, ein Wolltuch, Wasser, eventuell Essig. Mädchen – Fieber Tauchen Sie zwei Tücher in „zimmerwarmes“ Wasser (ca. 22 °C), wringen Sie diese gut aus und wickeln Sie sie um beide Beine des Kindes von den Fußknöcheln bis zur Kniekehle. Wichtig: Das Innentuch straff anlegen – nicht zu straff – damit keine Luftpolster zwischen Stoff und Haut entstehen, die die thermische Wirkung des Wickels abschwächen könnten. Der Wickel sollte nicht zu eng angelegt sein und darf keinesfalls die Atmung beeinträchtigen. Die Wirkung des Wickels hängt von seiner Temperatur, der Anwendunsdauer und dem Nässegrad ab. Je feuchter, desto intensiver ist die Wärmeabstrahlung und damit der fiebersenkende Effekt. Weitere trockene Tücher oder wasserdichte Plastikfolien darüber sind kontraproduktiv, weil sie zu einem Wärmestau führen können. Die Wickel müssen alle sieben bis zwölf Minuten erneuert werden, und zwar so lange, bis das Fieber mindestens um ein bis zwei Grad gesunken ist.

 

Für Wickel nach Pfarrer Kneipp tränkt man die Tücher auch noch

mit Essig – das kühlt zusätzlich.

Achtung!
Wadenwickel sind nur bei heißen Waden sinnvoll. Sollte das fiebernde Kind kalte Beine haben, kann das Zeichen für Kreislaufstörungen sein. In diesem Fall können Sie die Durchblutung durch Bürsten und ein Sitzbad in angenehm warmem Wasser fördern.


Tipp: Essen und Trinken


Kalter Kräuter- und Früchtetee mit wenig Zucker ist lindernd und energiespendend zugleich. Ebenso geeignet sind verdünnte Säfte, Obst und eventuell Joghurt. Manchmal ist aber auch heißer Tee mit Zitrone (z. B. bei Erkältungen und Grippe) angenehm.

Bei Kindern jenseits des Säuglingsalters besteht kein Grund zur Sorge, wenn das Kind für ein bis zwei Tage fast gar nichts essen will. Geben Sie ihm in der Regel einfach das, wonach es verlangt.


Ergänzend oder alternativ zu diesen bewährten Hausmitteln ist häufig zur zügigen Linderung der Beschwerden eine Behandlung mit Arzneimitteln empfehlenswert. Natürlich in Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Das besonders verträgliche Schmerz- und Fiebermittel ben-u-ron ist z. B. für viele Menschen fester Bestandteil ihrer Haus- und Reiseapotheke.

 

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