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Was bedeutet Stress?


Man unterscheidet zwei Formen von Stress: Den Eu-Stress, den positiven und den Dis-Stress, den negativen Stress. Im Eu-Stress befinden wir uns, wenn wir etwas mit besonderer Freude tun. Er beflügelt uns und spornt uns zu weiterem Erfolg an. Der Dis-Stress entsteht, wenn Tätigkeiten und Pflichten oder aber Lebenssituationen, sei es privat, in der Arbeit oder Schule stark und dauerhaft belasten.

Als Folgen von negativem Stress können auftreten:

 

 

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Störungen im vegetativen Nervensystem
  • Verspannungen im Nackenbereich
  • Rückenschmerzen
  • Verdauungs- und Hautproblemen
  • Depression.
  • Schwächung des Immunsystem
  • Förderung von Diabetes
  • Übergewicht
  • Stoffwechselstörungen


Die Beziehung zwischen Stress und Schmerz


Schmerz und Stress sind auf komplizierte Weise miteinander verknüpft. Stress kann den Schmerz verstärken, ihn aber auch regelrecht ausschalten. Akut auftretender Stress führt nämlich dazu, dass der Körper Botenstoffe bildet, die für eine gewisse Zeit den Schmerz dämpfen oder ausblenden. Dahinter steckt eine durch den Stress bedingte Stimulation des körpereigenen „Betäubungssystems“ im Gehirn. Dieses setzt so genannte Endorphine frei, die das Schmerzempfinden blockieren. Zudem aktiviert das Gehirn Nervenbahnen, die im Rückenmark die Schmerzverarbeitung hemmen. Dieses Phänomen zeigt sich oft im Sport, wo trotz eines Bruchs ein Wettkampf ohne große Schmerzen zu Ende gebracht wird.

 

Wenn zwischen den Stressphasen keine Ruhe- und Erholungszeiten liegen, dann sprechen wir von Dauerstress. Und auf Dauerstress reagiert der Körper physiologisch anders als auf akuten, vorübergehenden Stress. Deshalb ist Dauerstress schädlich und gefährlich. Typische Anzeichen sind zunächst Erschöpfungszustände und körperliche Reaktionen wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen oder Magenschmerzen. Um weiter leistungsfähig bleiben zu können erfolgt in dieser Situation meist sofort der Griff zu Arzneimitteln wie Schmerztabletten. Als noch viel schwerwiegendere Folge können sich jedoch auch chronische Schmerzen entwickeln. Ob ein Schmerz chronisch wird oder nicht, hängt unter anderem damit zusammen, wie Schmerzimpulse im Gehirn verarbeitet werden. Die Schmerzinformation aus dem Körper wird im Gehirn über zwei Wege verarbeitet. Neben der Wahrnehmung von Art und Intensität des Schmerzes gibt es auch eine emotionale Bewertung des Schmerzes. Wie der Schmerz wiederum bewertet wird, hängt dabei auch von der Aufmerksamkeit ab, die auf ihn gerichtet ist. In Belastungssituationen, zum Beispiel, ist es viel schwieriger, sich von Schmerzen abzulenken, weil sie in dieser Situation noch zusätzlich als extrem störend empfunden werden. Dadurch kann die Schmerzempfindung enorm verstärkt werden. Das kann soweit führen, dass unter Stress und Anspannung schon alleine die Angst vor Schmerzen, die auftreten könnten, ein unangenehmes Spannungsgefühl zu einer unerträglichen Schmerzempfindung werden lässt. Unter solchen Bedingungen können Schmerzen chronisch werden. Auch Kinder leiden oft schon unter Zeitdruck und Stress. Achten Sie auf Freiräume und Pflichten, die für das Kind angemessen und zu bewältigen sind.

Und das können Sie aktiv dagegen tun – Ideen zum persönlichen Stressmanagement:

 

  • Führen Sie ein Schmerztagebuch und beobachten Sie, wie Stress-Situationen und Ihre Beschwerden zusammenhängen. So finden Sie heraus, ob Stress ihre Schmerzen beeinflusst.

  • Versuchen Sie Stress-Situationen zu kontrollieren – lassen Sie sich nicht von ihnen kontrollieren.

  • Lernen Sie "Nein" zu sagen. Lassen Sie sich keine Aufgaben aufbürden, die Sie in Bedrängnis bringen.

  • Planen Sie Ihren Tag. Sie sehen dann schnell, ob Ihr Pensum überhaupt zu bewältigen ist.

  • Wenn Sie merken, dass eine bestimmte Aktivität Ihnen Spaß macht und gut tut, geben Sie ihr mehr Raum in Ihrem Leben.

  • Werden Sie aktiv. Stress mobilisiert Energien – Energien, die Sie unter Umständen nicht verbrauchen und abgebaut werden müssen. Durch Bewegung und Sport lassen sich die angesammelten Stresshormone und überschüssigen Energieträger verarbeiten. Ausdauersportarten – Laufen, Radfahren, Wandern oder Schwimmen – eignen sich besonders gut. Und auch dabei nicht vergessen: immer Maß halten, locker bleiben und die Sache nicht zum Stressfaktor  werden lassen.

Ernährung und Stress


Stress kann zu einseitigem Essverhalten führen. Beachten Sie, dass ein „hoher Stresspegel“ Körpersignale wie Appetit, Hunger und Sättigung beeinflussen kann. Zwei Extreme sind möglich: Appetitlosigkeit und Heißhungerattacken. Folgen von einseitigem Essverhalten über einen längeren Zeitraum und den dadurch auftretenden Mangelerscheinungen können Lustlosigkeit, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder aber auch schlaflose Nächte sein. Das Lebensgefühl und die Gesundheit kann erheblich darunter leiden.


Damit Sie trotz Stress gesund bleiben und sich wohlfühlen ist eine ausgewogene und an die persönlichen Umstände angepasste Ernährung in „stressigen“ Zeiten besonders wichtig.

 

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