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Wie wichtig ist Schlaf für Kinder?

 

Der Schlaf ist eine existentiell wichtige Zeit der Erholung und Regeneration, keine verschwendete Zeit, wie manch einer glaubt. Wichtige Hormone der Zellerneuerung und des Wachstums werden nur nachts ausgeschüttet. So dient der Schlaf nicht nur der Schönheit, sondern auch der Gesundheit, der Leistungskraft, der Kreativität und der Lebenslust. Ausreichend Schlaf ist eine wichtige Grundlage für die gesunde Entwicklung eines Kindes. Kinder wachsen im Schlaf. Schlafen hilft auch beim Gesundwerden. Ein „ausgeschlafenes Kind“ ist aufnahmefähig und ausgeglichen. Neueste Studien belegen, dass sich auch das Körpergewicht im Schlaf reguliert. Ausreichend Schlaf schützt vor Übergewicht, so die Meinung von Forschern. Kinder, die keine ausreichende Nachtruhe bekommen, haben ein größeres Risiko übergewichtig zu werden, als solche, die nachts zwölf Stunden schlafen. Sowohl das Schlafbedürfnis als auch das Schlafmuster kann sich ändern, beispielsweise mit zunehmendem Alter, durch Krankheit, auch durch Wachstumsphasen. 

 

Der Schlaf eines Kindes unterscheidet sich deutlich von dem eines Erwachsenen. Auch ändert sich das Schlafverhalten der Kinder immer wieder. Das ist für Eltern wichtig zu wissen, damit sie ihr Kind mit dem nötigen Verständnis begleiten können. 


Wieviel Schlaf braucht ein Kind?

 

Kinder benötigen unterschiedlich viel Schlaf und ihr Schlafbedürfnis ändert sich im Laufe ihrer Entwicklung erheblich. Auch der Schlafrhythmus der Kinder ist sehr verschieden. So gibt es ausgesprochene Nachteulen, die erst in der tiefsten Nacht zur Ruhe kommen, während andere Kinder abends zeitig müde werden, am Morgen aber wie eine Feder aus dem Bett springen. Ein kleiner Leitfaden ergibt sich aus Erfahrungswerten, die für fast alle Kinder zutreffen.

 

Neugeborene - in den ersten Wochen - brauchen etwa 16 bis 18 Stunden Schlaf. Sie schlafen fast rund um die Uhr. Wenn sie aufwachen, dann um gefüttert oder gewickelt zu werden. Erst allmählich lernen sie zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden. Im Mutterleib war es ja immer schön warm und dunkel. Nach etwa einem halben Jahr haben sie sich umgestellt. Die Kleinen schlafen in den ersten Lebensmonaten nie länger als 2 bis 4 Stunden am Stück. Sie haben noch keinen stabilen Tag-Nacht-Rhythmus. Aufgrund ihres hohen Energiebedarfs und des noch relativ kleinen Magens haben sie zudem alle zwei bis vier Stunden Hunger; Säuglinge, die gestillt werden, unter Umständen noch öfter (im Zwei-Stunden-Takt), weil die Muttermilch leicht verdaulich ist. Nach etwa einem halben Jahr haben sie sich umgestellt. Im Normalfall schlafen Kinder jetzt durch. Die Eltern können aufatmen und ihrem eigenen Schlafbedürfnis wieder gerecht werden.


Kleinkinder im Alter von zwei Jahren

Das Schlafbedürfnis insgesamt wird weniger.

Im Allgemeinen schlafen die Kinder nachts

durch und benötigen nur noch

etwa 13 Stunden Schlaf.

Der Mittagsschlaf dauert

nicht mehr ganz so lange,
im Normalfall ca. 2 - 3 Stunden.


Im Alter zwischen 4 und 6 Jahren 

schlafen Kinder mittags kaum noch.

Sie kommen mit 11 bis 12 Stunden Schlaf aus.

Im Grundschulalter brauchen

Kinder normalerweise nicht mehr

als 10 Stunden Schlaf.


Kranke Kinder brauchen besonders viel Schlaf!

Kinder, die mit einer Grippe darniederliegen

sind müde und schläfrig. Die Natur hat das

sinnvoller weise so eingerichtet, denn das

Immunsystem regeneriert sich im Schlaf.

Wenn ihr Kind krank ist oder Fieber hat,

sorgen Sie für eine

ruhige und gemütliche

Atmosphäre, so dass Ihr Kind

sich gesund schlafen kann.

Informationen zum Umgang mit
Schmerzen und Fieber bei Kindern finden Sie auf unseren Seiten.


Schlafstörungen bei Kindern!

 

Schlafstörungen bei Kindern können verschiedene Ursachen haben. Oftmals handelt es sich bei Kindern um entwicklungsbedingte Schlafstörungen, die sich nach einer gewissen Zeit wieder auflösen.

Treten Schlafstörungen bei Kindern auf, sollten Sie in jedem Fall einen Kinderarzt oder einen Therapeuten befragen.

 

3 Formen von Schlafstörungen können wir unterscheiden:

  • Einschlafstörungen, wie Zubettgehprobleme und Schwierigkeiten beim Einschlafen
  • Durchschlafstörungen, bspw. Schlafwandeln und Alpträume oder Bettnässen
  • Aufwachstörungen

Diese "Zu-Bett-Geh-Rituale" können helfen:

 

Für Babies kann es hilfreich sein, wenn sie zum Einschlafen möglichst eng in eine Decke eingewickelt werden. Sie brauchen eine körperliche  "Begrenzung", um sich geborgen zu fühlen. 

 

Je strukturierter und gleichmäßiger die Tage verlaufen, desto leichter finden Kinder abends zur Ruhe. Es empfiehlt sich vor dem Schlafen nicht mehr zu toben. Der Tag sollte in Ruhe ausklingen.

 

 

Feste Schlafenszeiten vermitteln dem Kind Orientierung und Sicherheit.

Schöne Einschlafrituale unterstützen es dabei, den Tag zu verabschieden. Je nach Alter des Kindes gibt es verschiedene Möglichkeiten: baden, noch mal Wickeln, ausgiebig Kuscheln, sich von den Kuscheltieren verabschieden, ein Gute-Nacht-Lied singen, beten, vorlesen oder eine Geschichte erzählen. Auch die klassische Spieluhr unterstützt das Einschlafritual und ist bei Kindern sehr beliebt.

 

Wichtig ist, das Zimmer gut durchzulüften, abzudunkeln und für Ruhe zu sorgen. Achten Sie darauf, dass nachts alle Tätigkeiten (z.B. Wickeln, Stillen, Trösten) ruhig vor sich gehen. Am besten bei gedämpftem Licht. Das Kind lernt so, den Tag, aber nicht die Nacht mit Aktivitäten zu verbinden. Eine gute Schlafatmosphäre ist sehr wichtig für einen gesunden Schlaf und dafür dass ein Kind gerne zu Bett geht.

 

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